07.01.2026: Höchstbelastetes Stollenwasser am Veybach (Kreis Euskirchen) wird gereinigt

Düsseldorf, 07.01.2026. Heute stellten das NRW-Wirtschafts- und -Umweltministerium, sowie der Erftverband die aktuellen Pläne zum Bau einer Wasseraufbereitungsanlage am Veybach (Kreis Euskirchen) vor Ort vor. Der Veybach ist eine Altlast des Blei-Abbaus in der Eifel. Er entwässert die Bleierz-Mine Burgfeyer Stollen, die bereits 1806 eröffnet und 1957 stillgelegt wurde. Er ist einer der verunreinigsten Bäche Deutschlands, pro Jahr strömen 60 Tonnen Schwermetalle aus dem alten Bergbau-Stollen über den Veybach, die Erft und den Rhein bis in die Nordsee.

Antje Grothus, Vorsitzende des Unterausschuss Bergbausicherheit im NRW-Landtag und Sprecherin für Bergbausicherheit der Grünen Landtagsfraktion sagt dazu:

„Es ist gut und richtig, dass das Land NRW die Finanzierung zur Wasseraufbereitung sicherstellt und der Erftverband die konkreten Planungen vorantreibt. Ich habe mich seit über anderthalb Jahren intensiv parlamentarisch dafür eingesetzt, dass eine Lösung gefunden wird – denn: sauberes Wasser ist ein Menschenrecht und der Schutz unseres Wassers darf nicht am Geld scheitern. Da es keinen Rechtsnachfolger des verursachenden Unternehmens gibt, ist das Land für diese Bergbau-Altlast zuständig. Auch im Kohle- und Salzbergbau drohen kostenintensive und umweltgefährdende Folgeaufgaben. Hier müssen wir deutlich darauf achten, dass die Bergbautreibenden ihren Pflichten nachkommen und Gelder für solche Ewigkeitsaufgaben frühzeitig und dauerhaft gesichert werden.

Der Burgveyer Stollen ist zwar die bedeutendste einzelne Belastungsquelle für Schwermetalleinträge aus dem Altbergbau, aber nicht das einzige Gewässer, das noch vom ehemaligen Bleibergbau belastet ist. Ich werde mich auch mit den mit weiteren Belastungsquellen befassen und mache mich dafür stark, dass auch hier Lösungen für die Menschen und unsere Umwelt gefunden werden!“

Weitere Hintergrundinformationen unter

Verwandte Artikel