Düsseldorf, 29.05.2026. Anlässlich der ersten Sitzung des Bürgerrats Rheinisches Revier am 30. Mai in Jülich begrüßt die NRW-Landtagsabgeordnete Antje Grothus (Bündnis 90/Die Grünen) den Start des neuen Beteiligungsformats und betont die zentrale Bedeutung von Beteiligungsprozessen für den Strukturwandel:
„Ich bin überzeugt: Demokratie lebt von Beteiligung. Gerade angesichts großer gesellschaftlicher Herausforderungen ist es entscheidend, dass Menschen vor Ort mitgestalten können – mit klaren, verlässlichen Rahmenbedingungen und echter Teilhabe. Nur wenn wir die Menschen aktiv einbinden und unterstützen, wird der Strukturwandel zu einem echten Gemeinschaftswerk.“
Grothus hebt hervor, dass der Bürgerrat eine wichtige Ergänzung bestehender Beteiligungsformate darstellt und in eine langfristige Strategie eingebettet werden muss:
„Beteiligung ist für mich ein verbindendes Element im Strukturwandel – das habe ich selbst in der Kohlekommission erlebt. Entscheidend ist, dass die verschiedenen Formate sinnvoll ineinandergreifen und gemeinsam eine starke Beteiligungslandschaft bilden. Nur so erreichen wir das Ziel aus dem Meilensteinplan der Landesregierung, bis 2030 die Hälfte der Menschen im Rheinischen Revier einzubinden – nicht durch Überforderung, sondern durch eine klare, repräsentative, koordinierte und kollaborative Beteiligung im Sinne der Beteiligungscharta.“ Entscheidend sei darüber hinaus auch die Verstetigung von Beteiligungsformaten, wie beispielsweise dem Bürgerrat, das Schaffen von konkreten „sozialen“ Orten, die Begegnung und Austausch ermöglichen, sowie auch die finanzielle Förderung bürgerschaftlichen Engagements.
Mit der ersten Sitzung des Bürgerrats Rheinisches Revier kommt neue Dynamik in die Bürgerbeteiligung der Region. Rund 100 ausgeloste Bürgerinnen und Bürger aus allen Teilen des Reviers kommen erstmals zusammen, um gemeinsam Ideen für die Zukunft ihrer Heimat zu entwickeln. Der Bürgerrat Rheinisches Revier ist Teil der Beteiligungsstrategie der Landesregierung und soll in den kommenden Monaten konkrete Impulse für die Gestaltung der Region liefern.
Hintergrund
Grothus war 2018/19 Mitglied der Kohlekommission und hebt insbesondere die in den Empfehlungen verankerte „Regionale Verankerung und Beteiligung der Zivilgesellschaft“ hervor. Im Anschluss hatte sie sich bei der Landesregierung u.a. stark gemacht für kontinuierliche Bürgerbeteiligung und die Einrichtung eines Bürgerfonds, der bürgerschaftliches Engagement fördert und den Strukturwandel zu einem erfolgreichen Gemeinschaftswerk macht. Als Mitglied in der Spurgruppe war sie beteiligt bei der Ausarbeitung der Beteiligungscharta, die Teil des Wirtschafts- und Strukturprogramms 1.1 ist. Seit 2022 ist Antje Grothus Abgeordnete im Landtag NRW und Sprecherin für Transformation, nachhaltigen Strukturwandel und Beteiligung, sowie für Bergbausicherheit.

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